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Pflanzenpatenschaft

Naturschutz ist etwas, mit dem sich die meisten von uns identifizieren können. Problematisch wird es, wenn der Einzelne überlegt, was er für die Natur tun könnte. Darum die Idee, eine Pflanzenpatenschaftsbörse ins Leben zu rufen. Der Grundgedanke: Jeder soll die Möglichkeit erhalten, Pate einer Pflanze zu werden. In der Regel handelt es sich dabei um einen Baum, es kann aber auch eine andere Pflanzengattung sein. Unser Ziel ist es, Hamburg - und später weitere deutsche Städte - ergrünen zu lassen.

Besonders Stadtmenschen sollen die Chance wahrnehmen, eine Beziehung zur Natur herzustellen. Beziehung zur Natur? Das ist in der Theorie ein schöner Gedanke. Nur, wie lernt ein Städter, diese Verantwortung zu übernehmen? Wir müssen sehen, wie etwas, dass wir selbst pflanzen, durch unser Handeln wächst, wie Leben entsteht. Sobald man es anderen überlässt, ist es nicht mehr so wichtig, ob der Rosenbusch, den man beim Parkspaziergang im Frühjahr so schön fand, auch noch im nächsten März blüht. Jeder Pate sollte darum die Möglichkeit haben, seinen Baum zu besuchen und ihn zu pflegen.

Doch wo steht der Baum? Wir möchten für unser Projekt mit Menschen zusammenarbeiten, die unser Interesse und unsere Absichten teilen. Vorstellbar wären Kooperationen mit Landwirten – zum Beispiel Apfelhöfen aus dem alten Land oder Förstereien der Harburger Berge – mit Baumschulen, mit Schulen und Kindergärten, Kleingärtnern, öffentlichen Parks sowie sonstigen Institutionen, die über Grünflächen auf ihren Grundstücken verfügen.

Und wo kommt der Baum her? Zum Beispiel erklärt sich eine Baumschule bereit, eine bestimmte Anzahl an Bäumen für eine Patenschaft zur Verfügung zu stellen. Als Paten kommen alle Privatpersonen in Frage, aber auch zum Beispiel Kinder aus einer Tagesstätte oder Schule, die im Rahmen eines Pflanzenpatenschaftsprojekts lernen, dass pflanzen und pflegen etwas nachhaltiges ist.

Oder die Pflanzenpatenschaft auf einem Apfelhof kostet fünfzig Euro, dafür darf der Pate drei Jahre lang selbst geerntete Boscop essen.

Nachbarn könnten eine Gemeinschaft bilden und sich für eine Baum-Patenschaft ganz in der Nähe entscheiden, der Zugang für Aktivitäten im Freien bietet, zum Beispiel gemeinsames Grillen oder Picknicks.

Die Bäume oder Pflanzen könnten eine besondere Kennzeichnung tragen, die das Projekt auch für Passanten sichtbar macht. Hierfür möchten wir eine eigene Corporate Identity entwickeln, die aufmerksamkeitsstark, überzeugend und sympathisch ist.

Wer finanziert das? Es besteht die Überlegung, hierzu eine Stiftung oder einen gemeinnützigen Verein zu gründen, der sich aus Spenden finanziert. Jene Kooperationspartner, die sich am Projekt beteiligen, könnten gleichzeitig als Multiplikator für die Bekanntmachung der Pflanzenpatenschaftsbörse fungieren. Darüber hinaus nutzt hormann.kormann private Kontakte und das Agenturnetzwerk, um das Projekt zu bewerben.

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